Rückdeckung gegen A 33 von Grünen-EU-Abgeordnetem
Belm - Rückendeckung beim Kampf gegen den Bau einer Autobahn zwischen Belm und Wallenhorst kommt vom verkehrspolitischen Sprecher der Grünen im Europaparlament, Michael Cramer. "Wenn EU-Umweltrecht gebrochen wird, muss der Europäische Gerichtshof entscheiden" erklärte der Abgeordnete aus Berlin anlässlich eines Treffens mit Vertretern der Landkreis-Grünen. Cramer, der auf Platz 6 der Liste der Grünen am 7. Juni wieder für das Europaparlament kandidiert, wies auf den jüngsten Fall eines Nordzyprers hin, der vor dem Europäischen Gerichtshof habe klagen können und dabei erfolgreich gewesen sei. Thomas Szlapka, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag, stufte den Naturschutz nach der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) als gewichtigsten Grund gegen den Bau der Autobahn durchs Nettetal ein. Ein weiterer sei der Klimaschutz, der eine Verlagerung von Personen- und Güterverkehr von der Straße auf die Schiene erfordere. Cramer bekräftigte, der Verkehr sei mit 30% an der CO2-Belastung beteiligt, in Städten sogar mit 70% an allen klimaschädlichen Emissionen. Während sie in der Industrie seit 1990 bundesweit um 10% reduziert worden seien, habe der CO2-Ausstoß im Verkehr um mehr als 30% zugenommen. „Der Verkehr frisst doppelt und dreifach auf, was mit Milliarden-Investitionen in anderen Bereichen erreicht wurde", so Cramer. Diese Entwicklung gelte es durch den Ausbau der Bahn statt Straßen umzukehren. "Dafür stehen die Grünen auch nach dem 7. Juni", versicherte der Bahnexperte.
Foto: Thomas Szlapka (re) überreichte dem Bahnexperten der Grünen im EU Parlament, Michael Cramer (li), den Aufkleber aus dem Widerstand gegen die A 33 durchs Nettetal.








