Rieste Regenerativste Kommune 2010 im Osnabrücker Land
Zuwachs an Solarstrom mehr als verdoppeltOsnabrück - Die Erneuerbare Energien im Osnabrücker Land sind weiterhin im Aufwind. Im vergangenen Jahr konnten sie mit 352.810 Kilowatt (kW) bereits 21,8% des durchschnittlichen Stromverbrauchs decken (Bund: 17%). Seit 2006 untersuchen wir mit Solarenergieverein Windenergieverband den Fortschritt bei Erneuerbaren Energien in den Städten und Gemeinden des Osnabrücker Landes.
Nach Voltlage, Alfhausen, Melle und Bohmte konnte jetzt Rieste (Samtgemeinde Bersenbrück) als regenerativste Kommune des Jahres 2010 mit dem größten Zuwachs an Ökostrom-Erzeugung ( 28,17%) in Relation zur Einwohnerzahl ausgezeichnet werden. Die nächsthöchsten Steigerungen erreichten Glandorf (21,38%) und die Samtgemeinde Neuenkirchen 11,39%.
Hauptbeitrag zu dem enormen Zuwachs in Rieste leistet ein Holzheizkraftwerk im Niedersachsenpark mit einer elektrischen Leistung von ca. 5.000 kW. Insgesamt waren damit in der Samtgemeinde Bersenbrück im letzten Jahr 53.469 kW an Ökostromanlagen am Netz.
Mehr als verdoppelt werden konnte die Gesamtleistung im Bereich Solarstrom im Osnabrück Land. Insgesamt 5.141 Anlagen, davon 1.967 im letzten Jahr neu errichtet, waren zum Jahresende am Netz. Bei der Windkraft blieb die Zahl der Anlagen mit 132 konstant. Durch das Repowering auf dem Piesberg in Osnabrück konnten allerdings 4.500 kW hinzugewonnen werden. Die Zahl der Biogasanlagen wuchs um 18 auf 97, deren Leistung um 8.712,5 auf 37.758,1 kW. Im Bereich Wasser (7 Anlagen mit 283 kW), Deponie- und Klärgas (15 Anlagen mit 3.957 kW) sowie Pflanzenöl-BHKW´s (8 Anlagen mit 1.890 kW) gab es keine nennenswerten Veränderungen.
Der Anteil der Erneuerbaren Energien am durchschnittlichen Gesamtverbrauch erreicht in der Samtgemeinde Neuenkirchen bereits 123% ( Vorjahr 111,7%). Während hier also bereits über den eigenen Bedarf hinaus produziert wird, nähern sich Bersenbrück (80,8%) und Bohmte (71,6%) dieser Grenze. Ostercappeln (54,5%), Samtgemeinde Fürstenau (52,7%), Glandorf (48,6%) und Samtgemeinde Artland (47,8%) haben etwa die Hälfte geschafft. Ziel bleibt es, die 100% für das Osnabrücker Land möglichst bald zu erreichen.