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20.01.2015

Grüne und Grüne Jugend bei der „Wir haben es satt“- Demo in Berlin

Morgends um 6 Uhr am 17. 2. ging es los mit den von den Grünen zusammen mit BUND Steinfurt organisierten Bus zur 5. „Wir haben es satt“- Demo.

Die Begeisterung war groß, als wir auf die unübersehbaren  Menschenmassen stießen, die sich bereits auf dem Potsdamer Platz versammelt hatten. Bäuerinnen und Bauern, Imkerinnen und Imker zusammen mit Verbraucherinnen und Verbrauchern gingen für eine grundlegend andere Agrarpolitik auf die Straße.

Das Bündnis fordert von der Bundesregierung eine klare Absage an das EU-USA-Handelsabkommen TTIP, einen wirksamen gesetzlichen Schutz der Land- und Lebensmittelwirtschaft vor der Gentechnik sowie den sofortigen Stopp des weiteren Ausbaus von Mega-Ställen. Ein Traktorenkonvoi mit über 90 Traktoren führte den Zug  von 50 000 DemonstrantInnen an.

Die Agrarpolitik der Bundesregierung wurde scharf kritisiert: Sie habe dazu beigetragen, dass beispielsweise seit dem Jahr 2000 mehr als Dreiviertel der SchweinehalterInnen aufgegeben haben, während Fleischkonzerne zunehmend die Tierhaltung übernähmen. Trotz eines Selbstversorgungsgrades mit Fleisch von 120 % würden weiter Mega-Ställe in Deutschland genehmigt.

„Die Strategie, die Produktion immer weiter auszudehnen, was zu Dumping-Exporten auf dem Weltmarkt führt, ist gescheitert. Die Landwirtschaft in Deutschland braucht eine Zukunft jenseits von Tierfabriken und Mega-Schlachthöfen“, so Jochen Fritz, Sprecher des „Wir haben es satt!“-Bündnisses.

Elizabeth Mpofu, Internationales Sekretariat von La Via Campesina: „Wir Kleinbauern brauchen Schutz vor einer Industrialisierung von Landwirtschaft und Ernährungssystemen, die im Namen von Fortschritt und Wachstum von den Multinationalen Konzernen, aber auch der Politik vorangetrieben wird. Eines von vielen negativen Beispielen, die eine Bedrohung von Kleinbauern darstellt, ist die sogenannte  New Alliance for Food Security and Nutrition der G7 Staaten. Diese Initiativen stehen dafür was wir nicht wollen. Nicht in Afrika und nicht in Europa. Was wir fordern ist eine globale Ernährungswende im Sinne von Ernährungssouveränität und Agrarökologie.“

 

Viele Transparente und selbstgebastelte Puppen nahmen Forderungen humoristisch auf, so auch die Grüne Jugend Osnabrück. Auch die Imker waren stark vertreten. Die Kampagne gegen „B4“ fordert die Streichung der irreführenden Kennzeichung „bienenungefährlich“ auf Pflanzenschutzmitteln, weil eben auch diese Produkte die Bienen stark gefährden.



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